„Kein Backup seit 50 Tagen“

Die Tage werden mehr, mein Laptop versucht mich verzweifelt dazu zu bringen das Backup durchzuziehen. Dabei sitze ich seit ich weg bin erst zum zweiten Mal vor ihm. Gutes Zeichen für mich, ich habe auf jeden Fall keine Langeweile!

Seit etwa vier Wochen bin ich nun in Neuseeland, lebe nördlich in Auckland in dem Stadtgebiet North Shore und genieße es sehr. 13 Grad mit Sonnenschein fühlen sich fast an wie 17. Nahezu T-Shirt-Wetter. Immer wieder höre ich, ich solle auf den Sommer warten, dann sei es erst richtig schön hier. Und ich frage mich wie schön es noch werden soll … Der Sommer wird mich vermutlich vor Schönheit umhauen! 

Mein Start hier war besser als ich es mir hätte vorstellen können. Nach ein paar Tagen hatte ich das erste Jobangebot in der Tasche, ohne dass ich aktiv danach gefragt habe, und noch ein paar Tage später war der Vertrag schon unterschrieben. Nun kellner ich also seit fast 3 Wochen in einem Familienrestaurant. Das mag für manche von euch nun nicht sehr attraktiv klingen, aber ihr wisst vermutlich auch noch nicht von der Aussicht durch die riesige Fensterfront, die sich im Sommer komplett öffnen lässt und den Blick zwischen Bäume hindurch auf das Meer und einige Inseln ermöglicht. So verbringe ich meine Pause immer mal wieder einfach am Strand in der Sonne und genieße alles was gerade ist. Während der Arbeit halte ich zwischendurch bewusst inne, blicke auf’s Meer und mache mir klar in was für einer wundervollen Welt wir doch leben und wie glücklich und dankbar ich bin all dies erleben und sehen zu dürfen. Es ist wunderschön hier!

Meine Erfahrungen aus Indien haben mir sehr geholfen schnell anzukommen, mich zu orientieren und an einem Kulturschock vorbei direkt meinen persönlichen Alltag aufzubauen. Denn eins ist mir heute ganz bewusst: Ich bin kein Backpacker. Ich mag es an einem Ort Fuß zu fassen, mein Zuhause zu haben, meine sozialen Kontakte und mir ein Leben aufzubauen. Und so steht auf meiner To-Do-Liste bisher noch nicht das Reisen, auch wenn es hier mit absoluter Sicherheit ganz viele unglaubliche Dinge zu entdecken gibt. Sie werden noch eine Weile auf mich warten müssen. 

Ich erfreue mich momentan daran zu merken wie ich mich immer mehr integriere, die Sprachbarriere immer mehr bricht und ich Stück für Stück Kontakte aufbaue. Langsam, aber es geschieht und dies gibt mir die größte Zufriedenheit. 

Zu diesem Zeitpunkt habe ich also gar nicht mehr zu berichten, als dass ich mein Leben ohne Gedanken an morgen genieße und das Gefühle habe genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Es war die richtige Entscheidung diesen Weg zu gehen!

2 Gedanken zu “„Kein Backup seit 50 Tagen“

  1. Anonymous

    Hallo Johanna, wie schön für dich! Wunderbar, du machst genau das Richtige!,
    Ich beneide dich fast ein bisschen 😉.
    Weiterhin alles Liebe und Gute und tolle, positive Erfahrungen und Eindrücke 😍🍀,
    liebe Grüße dein Tantchen

    Gefällt 1 Person

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